Geschichtliches zu Ziesar
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Der Name Ziesar wurde zum ersten Mal in der Stiftungsurkunde des Bistums Brandenburg von 948 genannt. Seit 1337 eine Stadt, verdankt der Ort seine geschichtliche Bedeutung der Tatsache, dass er Bischofssitz wurde. Schlossstrasse heißt heute noch die Verbindung zwischen dem Ortskern und der einstigen Bischofsburg. Wir sind also mitten in der Zauche, einem Landstrich zwischen Brandenburg Havel und dem Hohen Fläming.

Der alte Name Zauche entstammt, wie viele Begriffe der Mark Brandenburg, dem slawischen Wortschatz. Doch streiten sich noch immer die Gelehrten, ob Zauche nun auf „Ssucha“ (dürres, trockenes Land) oder auf „Sulka“ (Sumpfland) zurückzuführen ist. Hier um Ziesar muss jedenfalls vor über 1.000 Jahren das Wasser überwogen haben, denn sonst hätten die Slawen ihre erste Burgsiedlung nicht „Ezeri“ (hinter dem See) genannt. Später wurde aus „Ezeri“ dann „Segesere“ und schließlich das heutige „Zi-e-sar“, wie die korrekte dreisilbrige Aussprache lautet.

Die Burg war Mittelpunkt der bischöflichen Verwaltung und seit 1327 ständige Residenz der brandenburgischen Bischöfe. Im Jahr 1560 machte der Kurfürst die Burganlage zur kurfürstlichen Domäne.Die Schlosskapelle präsentiert sich noch heute prächtig in ihrem historischen Gewand von 1417. Besonders zu beachten sind das Portal und die gut erhaltene Freskenmalerei im Innern.

Zu den Sehenswürdigkeiten Ziesars zählen ferner der 35 Meter hohe granitene Bergfried. Auf 126 Stufen können Sie die Aussichtsplattform ersteigen, wo Sie einen herrlichen Blick in die Zauchelandschaft und auf die Stadt Ziesar haben.

Baum Bau der Gaststätte 1993 wurde ein historisch wertvoller Schatz gefunden, 234 Gold- und Silbermünzen. Die älteste Münze stammt aus der Zeit nach 1471, die jüngste ist ein Brandenburgischer Taler aus dem Jahre 1755. Zu den wertvollsten Einzelstücken zählt ein „Jefimok“, auch „Rebellentaler“ genannt, ein Magdeburger Dukat aus der Zeit Friedrich der Große. Die Münze wurde in Moskau gegengestempelt. 

Im Siebenjährigen Krieg war die Preußische Königin mit ihrem gesamten Hofstaat in Ziesar und übernachtete im Gasthof „Prinz von Preußen“. Ein Bataillon schütze die hohen Herrschaften. Der Schutz galt aber auch der Preußischen Kriegskasse, die gleichzeitig von Spandau nach Magdeburg geschafft werden sollte.

 

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Stand: 17. Oktober 2001